Die Zeit nach 1920: Die Übernahme Des Luftschiffhafens durch das dänische Militär

Nach der Wiedervereinigung zog das dänische Militär 1920 wieder in Tondern ein. Bald darauf konnten wieder die auch die ersten Rekruten ihren Militärdienst beim 2. Bataillon/Tondern antreten.

Rekruten
                            Einzug neuer Rekruten


In diesem Zuge wurden das Gelände und die Einrichtungen des ehemaligen kaiserlichen Luftschiffhafens im Jahre 1920 auch vom 2. Bat./7. Rgmt (Tondern) übernommen. Über den ehemaligen deutschen Anlagen wehte jetzt die dänische Flagge.


Militärgelände
      Dänische Militärstation / Tonderaner Kaserne

Diese Aufnahme zeigt die Tonderaner Kaserne. Im Hintergrund könnte die Halle TOSKA erkennbar sein. Zu dieser Zeit stand nur noch die große Doppelhalle TOSKA. Die weißen Gebäude stehen noch heute. Sie werden derzeit als Wohnungen genutzt.

                            Gruppe dänischer Soldaten in “Siegerpose” vor der Halle TOSKA

Das Bild zeigt eine Gruppe dänischer Soldaten mit aufgepflanzten Bajonetten vor der Doppelhalle TOSKA. Zu diesem Zeitpunkt steht nur noch diese Halle. Auf der rechten Seite des Daches erkennt man den inzwischen reparierten Dachabschnitt, der von den Fliegerbomben beim Angriff 1918 durchschlagen worden war. Vor TOSKA erkennt man noch den hellen Sand, der aufgefahren wurde, um das nasse Gelände zu befestigen. Im Vordergrund sind Schienen zu sehen. Möglicherweise handelt es sich um die Reste der Laufkatzenbahn von TOBIAS oder um Reste der Feldbahn.

Die folgende Aufnahme wurde zu einem späteren Zeitpunkt gemacht, möglicherweise kurze Zeit vor dem Abriß von TOSKA. Das Gelände ist inzwischen mit Gras bewachsen und wurde zu diversen Veranstaltungen genutzt, wie z.B. für Pferderennen. Weitere Relikte des Luftschiffhafens sind nicht zu erkennen. Hinter dem Betrachter muß sich der ehemalige Flugzeughangar befinden.

Pferderennen vor TOSKA
                            Pferderennen vor TOSKA


Die folgende Aufnahme, eine Postkarte, zeigt TOSKA in demselben Zeitraum. Das Gelände ist mit Gras bewachsen; weitere Relikte vom Luftschiffhafen sind nicht zu erkennen. Am rechten Bildrand erkennt man noch einige Gebäude des Gaswerks sowie ein Gasometer.

Blick auf Toska
                            Postkarte mit der Luftschiffhalle TOSKA


Von allen Soldaten wurde die Größe der Halle TOSKA bewundert. Sie war eine Attraktion; eine richtige Verwendung für sie wurde aber nie gefunden.

In der Halle TOSKA
                            Dänische Soldaten in der Halle TOSKA


Auch die Baracken der deutschen Marinesoldaten wurden zunächst vom dänischen Militär wiederverwendet. Auf den folgenden Bildern kann man sehr gut die Standorte der ehemaligen Baracken erkennen.

Blick von den Hallen in Richtung des Flugzeughangars
                            Blick aus Richtung der Luftschiffhallen auf den Flugzeughangar


Straße an der Rückseite des Flugzeughangars
                            Straße am Flugzeughangar (links Flugzeughangar, rechts Baracken)


Auch zu dänischen Zeiten war der “Offizierstein” ein beliebtes Objekt, um sich ablichten zu lassen. Auf folgendem Bild sieht man links eine Baracke und im Hintergrund die Doppelhalle TOSKA. Auch die Halle TOBIAS ist zu diesem Zeitpunkt schon demontiert.

Vor dem Offiziersstein
                            Gruppe von Soldaten vor dem “Offiziersstein”


Trotz der schlechten Erfahrungen, die die deutschen Soldaten mit den auf dem Luftschiffhafen stationierten Flugzeugen erlebt hatten -aufgrund des nassen Geländes ist es immer wieder zu Unfällen gekommen- hat das dänische Militär den Flugbetrieb wieder aufgenommen. Aus dieser Zeit stammt folgendes Bild, das im Flugzeughangar aufgenommen wurde.

Flugschule
                          Soldaten vor ihrer Maschine im Flugzeughangar


Man mußte die gleichen Erfahrungen machen wie schon zuvor das deutsche Flugpersonal. Es kam wiederholt zu Unfällen, so daß der Flugbetrieb später wieder eingestellt wurde.

Zeppelin

Stand:
Februar  2002